Duisburg, 14. Juli 2026. Der Vorstand der PCC SE erwartet im aktuellen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 Steigerungen von Konzernumsatz und Ergebnissen. Grund ist die seit März anhaltende Aufwärtsentwicklung insbesondere in den Chemiesegmenten mit nahezu Vollauslastung der Produktionsanlagen und positiver Perspektive für das Gesamtjahr.
Der PCC-Vorstand rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 5 % bis 10 % auf nahezu 1 Milliarde €. Im bisherigen Ausblick erwartete die PCC einen Zuwachs von 2 % bis 5 %. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet die PCC vor Einmaleffekten mit einem Plus von über 20 % auf einen dreistelligen Millionenbetrag, während bislang ein EBITDA auf Vorjahresniveau erwartet war. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sieht der aktuelle Ausblick für das Geschäftsjahr wieder einen Gewinn vor, nachdem Abwertungen auf Produktionsanlagen im vergangenen Jahr zu einem Verlust geführt haben.
Vorschau auf das zweite Quartal
Für das zweite Quartal erwartet der PCC-Vorstand ein deutliches Umsatzwachstum, Steigerungen auf allen Ergebnisebenen und einen verbesserten operativen Cashflow, jeweils sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum zweiten Quartal des Vorjahres. Die Quartalszahlen sollen am 20. August 2026 veröffentlicht werden.
Nachfrageschub aus Europa und Nordamerika
Diese positive Geschäftsentwicklung resultiert vor allem aus der seit Ausbruch des Iran-Krieges im März anhaltend starken Auftragslage in den Chemiesegmenten der PCC-Gruppe. Signifikant erhöht ist insbesondere die Nachfrage europäischer und nordamerikanischer Kunden, denn als Chemieproduzent mit Produktionsbasis in Europa gewährleistet die PCC eine hohe Lieferstabilität. Die Anlagenauslastung ist daher in den vergangenen Monaten gestiegen und erreichte nahezu Vollauslastung. Ertragsseitig positiv ist, dass die Erhöhung der Rohstoffpreise bislang weitestgehend über die Verkaufspreise weitergegeben werden konnte. Nach Einschätzung des PCC-Vorstands wird dieser Trend auch im weiteren Jahresverlauf anhalten.
Antizyklische Investitionsstrategie
„Wir profitieren von den Investitionsentscheidungen der vergangenen Jahre, der Ausbau unserer Kernaktivitäten trägt nun erste Früchte“, erklärt Dr. Peter Wenzel, Vorstandsvorsitzender der PCC SE. Die europäische Chemieindustrie sei insgesamt durch hohe Rohstoff- und Energiekosten sowie durch Dumping-Konkurrenz vor allem aus China belastet, sagt Dr. Wenzel. „Hier steuern wir mit unserer antizyklischen Investitionsstrategie gegen und stärken unsere Marktstellung in Chemie und Logistik.“ So nahm die PCC 2025 und 2026 neue Anlagen zur Chlor- sowie zur Tenside-Produktion an polnischen Standorten in Betrieb und errichtet zudem einen Anlagenkomplex für Produktion von Alkoxylaten (nichtionische Tenside und Polyether-Polyole) am Hauptproduktionsstandort der PCC-Gruppe in Brzeg Dolny (Polen). Im Bereich Logistik errichtet die PCC ein neues Kombiverkehrsterminal im Südosten Polens, um ihre Position als polnischer Marktführer im Intermodaltransport weiter auszubauen.