Duisburg, 30. Juni 2026. Die EU-Kommission hat eine Antidumping-Untersuchung von Polyether-Polyolen aus China eingeleitet. Dies hat die Kommission gestern offiziell mitgeteilt. Sie hat damit dem Antrag der PCC Rokita SA und vier weiterer führender europäischer Polyole-Hersteller stattgegeben, die sich gegen Marktverzerrungen durch unfair niedrige Preise bei Polyether-Polyolen und den daraus entstehenden, erheblichen Schaden für die Chemieindustrie in der EU wehren.
Mit dem Abschluss der Untersuchung und möglichen Schutzzöllen ist in spätestens 14 Monaten zu rechnen. Die EU-Kommission kann allerdings vorläufige Zölle auch schon innerhalb der ersten sieben Monate nach der jetzigen Bekanntgabe der Untersuchung einführen.
In der eingereichten Klageschrift argumentieren die Unternehmen, dass die zunehmenden Mengen chinesischer Dumpingimporte den Marktanteil heimischer Anbieter erodiert und Verkauf, Rentabilität sowie Beschäftigung in Europa geschädigt haben. So erhöhte sich nach Beobachtungen der PCC Rokita SA der Marktanteil von Importen aus China und anderen asiatischen Ländern im Bereich Standard-Polyole und Folgeprodukte 2025 auf 25 % bis 30 %, nahezu verdoppelt gegenüber dem Vorjahr (15 % bis 20 %).
Brüssel vertritt auf Basis der Klageschrift die Auffassung, dass bei Importen von Polyether-Polyolen „nennenswerte Verzerrungen mit Auswirkungen auf Preise und Kosten“ sowie „erhebliche Dumpingspannen“ vorliegen. Es gebe daher „genügend Beweise“, die eine Untersuchung gemäß der EU-Verordnung zum Schutz gegen Dumpingimporte von 2016 rechtfertigen.
Die PCC SE begrüßt als Mehrheitsaktionär der PCC Rokita SA das Antidumping-Verfahren der EU-Kommission. „Korrekturen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa sind dringend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer wohlstandsichernden Schlüsselindustrien wie der Chemie wiederherzustellen und dazu gehört insbesondere ein konsequenter Schutz vor Dumping“, erklärt Dr. Peter Wenzel, Vorstandsvorsitzender der PCC SE.
Hier können Sie die offizielle Bekanntgabe der EU-Kommission einsehen.