Die PCC SE nimmt eine außerplanmäßige Teilabschreibung auf Sachanlagen der isländischen Konzerngesellschaft PCC BakkiSilicon hf. vor. Die Höhe der Wertminderung der Siliziummetall-Produktion in Island beträgt 109,8 Millionen Euro. Die Abschreibung ist nicht zahlungswirksam und die Liquiditätslage der Gesellschaft bleibt daher unverändert. Die Wertminderung ist darauf zurückzuführen, dass für die vorübergehend stillgelegte Produktionsanlage ein konkreter Wiederaufnahmezeitpunkt derzeit nicht feststeht und im Wesentlichen von den zu erzielenden Marktpreisen für das Produkt abhängt.
Der Anlagenbetrieb war im Juli 2025 nach langanhaltendem Preisverfall bei Siliziummetall und aufgrund von Marktverzerrungen durch Billigimporte, insbesondere aus China, vorübergehend stillgelegt worden. Marktdaten und Vorhersagen sehen eine Markterholung voraussichtlich gegen Ende 2026/Anfang 2027 voraus. Unter bestimmten wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen kann sich die PCC SE ein Wiederanfahren vorstellen.
Die Wertminderung der Siliziummetall-Anlage ist in dem geprüften PCC-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 enthalten, der am 6. Mai 2026 vom Wirtschaftsprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen und heute vom Aufsichtsrat der PCC SE gebilligt wurde. Im Vergleich zu den im Quartalsbericht 4/2025 vorläufig berichteten Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 ist aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung auf die Siliziummetall-Anlage nunmehr ein deutlich höherer Verlust bei EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), EBT (Ergebnis vor Steuern) und Konzernergebnis sowie ein geringeres Konzerneigenkapital ausgewiesen. Gemäß dem gebilligten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 beträgt das EBIT -118 Millionen Euro (vorläufig waren -5 Millionen Euro berichtet), das EBT liegt bei -187 Millionen Euro (vorläufig: -74 Millionen Euro) und das Konzernergebnis bei -199 Millionen Euro. Das Konzerneigenkapital beträgt jetzt 129 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote liegt bei 8,9 Prozent. Die Liquiditätslage des Konzerns und die wirtschaftliche Situation insgesamt werden durch diese zahlungsunwirksame Wertberichtigung nicht beeinflusst.
Insgesamt verzeichnet die PCC-Gruppe nach einem eher verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr 2026 seit Anfang März einen deutlichen Aufwärtstrend in ihren Kernaktivitäten. Diese positive Geschäftsentwicklung basiert auf höheren Anlagenauslastungen und einer seit Ausbruch des Iran-Krieges anhaltend hohen Auftragslage in den Chemiesegmenten der PCC-Gruppe. Als europäischer Chemieproduzent gewährleistet die PCC zudem eine hohe Lieferstabilität für ihre Kunden in Europa und den USA. Preissteigerungen bei Rohstoffen können bislang weitestgehend an die Verkaufspreise weitergegeben werden. Versorgungsengpässe bei eigenen Rohstoffen bestehen derzeit nicht.
Den Geschäftsbericht 2025 mit dem testierten PCC-Konzernabschluss und den testierten Einzelabschluss der PCC SE nach IFRS werden wir am 19. Mai 2026 auf unserer Internetseite https://www.pcc.eu veröffentlichen. Die Veröffentlichung des Quartalsberichts 1/2026 folgt am 21. Mai 2026. Die Finanzkennzahlen des PCC-Konzerns und der PCC SE auf Basis des finalen Konzernabschlusses 2025 können Sie schon jetzt den hier veröffentlichten Tabellen entnehmen.