Die Duisburger Beteiligungsholding PCC SE hat im dritten Quartal 2024 ein Umsatzwachstum von 8,0 % auf 237,7 Millionen € gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt. Gestiegene Fixkosten, Zinsaufwendungen, turnusmäßige Anlagenstillstände und Wechselkursverluste führten allerdings zu deutlichen Ergebnisrückgängen. „Insgesamt war die Geschäftsentwicklung der PCC-Gruppe im dritten Quartal wesentlich geprägt von der anhaltend schwachen Konjunktur. Hinzu kam die weiterhin aggressive Exportpolitik außereuropäischer Länder, allen voran Chinas sowie – bezogen auf Siliziummetall – Brasiliens“, erklärt Riccardo Koppe, Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer der PCC SE. „Infolgedessen blieb die PCC-Gruppe
im dritten Quartal unter Erwartungen.“
Der Rohertrag belief sich im dritten Quartal 2024 auf 74,4 Millionen €, eine leichte Steigerung um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Rohertragsquote lag im dritten Quartal bei 31,3 % gegenüber 33,4 % im Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im dritten Quartal gegenüber Vorjahr um 53,9 % auf 6,8 Millionen € zurück. Beim operativen Ergebnis (EBIT, Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verzeichnete die PCC-Gruppe im dritten Quartal 2024 einen Verlust von -14,3 Millionen €. Nach einem positiven operativen Ergebnis von 3,3 Millionen € im zweiten Quartal wurde der positive Aufwärtstrend damit zunächst unterbrochen. Auf Vorsteuerebene (EBT) trugen Wechselkursverluste von rund -13 Millionen € im dritten Quartal zu einem Verlust von – 39,1 Millionen € bei.
Entwicklung in den Konzernsegmenten
Eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnete insbesondere das Segment Tenside & Derivate, wo die Performance des Konsumgüterbereichs sowohl das Vorjahresquartal als auch die eigenen Erwartungen übertraf. Auch der Geschäftsbereich Intermodale Transporte, das dominierende Geschäftsfeld des Segments Logistik, setzte die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im dritten Quartal fort. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 24,0 % auf 38,5 Millionen €, das EBITDA auf 6,4 Millionen €.
Das Segment Polyole & Derivate verzeichnete im dritten Quartal eine stabile Geschäftsentwicklung. Der Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich leicht um 1,4 % zurück. Im Segment Chlor & Derivate war das dritte Quartal von Instandhaltungsmaßnahmen geprägt. Das Segment erzielte ein positives operatives Ergebnis trotz geringerer Mengen und rückläufiger Preise.
Das Segment Silizium & Derivate war im dritten Quartal 2024 weiter in der Verlustzone, das operative Ergebnis lag bei -16,1 Millionen €. Nach dem Wiederanfahren des zweiten Ofens der PCC BakkiSilicon hf., Húsavík (Island), im Januar stabilisierte sich die Produktion zwar bei Vollauslastung, allerdings musste der Ofenbetrieb im Mai zeitweise eingeschränkt werden. Hinzu kamen rund -15 Millionen € an bewertungsbedingten Wechselkursverlusten.
Das Segment Handel & Services verzeichnete ein saisonal bedingt schwächeres drittes Quartal, blieb aber kumuliert in
den ersten neun Monaten bei EBITDA und operativem Ergebnis noch deutlich über Vorjahr. Im Segment Holding & Projekte lag ein Schwerpunkt im dritten Quartal auf dem weiteren Ausbau des Kernchemiegeschäfts auf dem US-amerikanischen Markt. Dabei prüft die PCC SE den möglichen Bau einer eigenen Chloralkalianlage in den USA. Unter anderem wurden im dritten Quartal das Process-Design-Package (PDP) beauftragt sowie Liefer- und Abnahmeverträge verhandelt.
Nachtrag zum 25. November 2024:
Wie in jedem Quartal hat der Vorstand der PCC SE die Quartalszahlen in einer interaktiven Internet-Investorenkonferenz vorgestellt. Der PCC-Webcast Q3/2024 fand am Montag, den 25. November mit 187 Teilnehmenden statt. PCC-Vorstandsmitglied und CFO Riccardo Koppe ging auf die Fragen aus dem Publikum ein.